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20.01.2019 in Topartikel Ortsverein

Gleichberechtigung – 100 Jahre Wahlrecht in Deutschland

 

„Die Göttliche Ordnung“ - ein Filmabend - musikalisch begleitet durch den Frauenchor „Women´s Voice“ 

Viele Neulußheimer Bürger erinnern sich noch gut an das Kino in der St. Leoner Straße, das heute nur noch Geschichte ist und jetzt an seinem ehemaligen Standort ein moderner Neubau entsteht. 

Umso schöner war es, dass die Neulußheimer Sozialdemokraten im Haus der Feuerwehr die dortige Leinwand nutzten, um einen preisgekrönten Film zur Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz zu präsentieren. Die Schweiz an sich ein Musterland, die Einführung des Frauenwahlrechts kam aber erst 1971.   

Vor rund 100 Jahren wurde in Deutschland die entscheidende Voraussetzung geschaffen, mit der die Gleichberechtigung erst denkbar wurde, so die 1. Vorsitzende Miriam Walkowiak in ihrer kurzen Begrüßung. In einer Feierstunde des Bundestages wurde tags zuvor daran erinnert.

Nach langem und hartem Kampf engagierter Frauen aus allen Teilen der Bevölkerung, getragen von einer Frauenbewegung aus evangelischen, katholischen, jüdischen und sozialdemokratischen Frauenvereinen, die sich für Gleichberechtigung, Bildungschancen und das politische Wahlrecht einsetzten, wurde vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt. 

Und was passte als I-Tüpfelchen zu so einem Thema der Frauenbewegung ? Starke Frauenstimmen. Mit dem Power-Frauenchor Women´s Voice unter der Leitung seines Dirigenten Bernd Schmitteckert kamen Lieder wie Proud Mary, einer Frau, die alleine ihren Weg ging und das Lied um einen Wiederling, Creep,  zum Vortrag.  Und was passte noch besser zum Thema als das Lied von Nena „Wunder gescheh´n, ich habs gesehn“. 

Der Spielfilm „Die Göttliche Ordnung“ zeigte mit ironischen und humorvollen Zwischentönen die späte Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz am 7.2.1971.

Eine berührende und witzige Homage an die Gleichberechtigung. Die jüngeren Zuschauer konnten sich kaum vorstellen, wie sich das Leben früher in den Familien abspielte. Bei den älteren Zuschauern sah man des öfteren ein Nicken, ja, so war das, der Vater war der Versorger und hatte auch das Sagen.  

Vor einhundert Jahren haben Frauen das Wahlrecht in Deutschland erkämpft. Wofür müssen Frauen heute noch kämpfen ? Viel wurde in den 100 Jahren erreicht, so Miriam Walkowiak. Nachwievor fehlt in Politik und Wirtschaft ein höherer Frauenanteil. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auch noch nicht überall, trotz Gesetz, angekommen.

Rechtspopulisten streben mit den drei K = Kinder, Kirche, Küche eine Rolle rückwärts an. 

Angeregte Gespräche in geselliger Runde und wie es sich für einen Kinobesuch gehört bei Popcorn und erfrischenden Getränken, rundeten den Filmabend der Neulußheimer Sozialdemokraten ab.

10.01.2019 in Ortsverein

Die göttliche Ordnung - Einladung zum Filmabend

 

Der SPD-Ortsverein Neulußheim lädt am Freitag, den 18.1.2019 zum Filmabend ein – musikalisch begleitet durch den Frauenchor „Women´s Voice“.

Vor rund 100 Jahren wurde in Deutschland die entscheidende Voraussetzung geschaffen, mit der Gleichberechtigung erst denkbar wurde.

Nach langem und hartem Kampf engagierter Frauen aus allen Teilen der Bevölkerung, getragen von einer Frauenbewegung aus evangelischen, katholischen, jüdischen und sozialdemokratischen Frauenvereinen, die sich für Gleichberechtigung, Bildungschancen und das politische Wahlrecht einsetzten, wurde vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt. 

Aus Anlass dieses Jubiläums laden die Neulußheimer Sozialdemokraten zu einem geselligen Filmabend am Freitag, 18. Januar 2019, 19.00 Uhr ins Haus der Feuerwehr an der Kornstraße ein.  

Der Spielfilm „Die Göttliche Ordnung“ zeigt mit ironischen und humorvollen Zwischentönen die späte Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz am 7.2.1971.

Eine berührende und witzige Homage an die Gleichberechtigung. 

Vor einhundert Jahren haben Frauen das Wahlrecht in Deutschland erkämpft. Wofür müssen Frauen heute noch kämpfen ? 

Auf angeregte Gespräche in geselliger Runde bei musikalischer Untermalung durch den Frauenchor „Women´s Voice“ unter der Leitung von Bernd Schmitteckert“ freut sich der SPD-Ortsverein und lädt dazu bei freiem Eintritt herzlich ein.

07.01.2019 in Fraktion

Gemeindebücherei findet Anerkennung

 

Gemeindebücherei findet Anerkennung

Endlich bekommt unsere Gemeindebücherei die Anerkennung und Bedeutung, die einer solchen Bildungseinrichtung zusteht. Blickt man zurück, so war Neulußheim im weiten Umkreis die erste Gemeinde, die eine Gemeindebücherei hatte. Im Oktober 1972 wurde sie mit einer Grundausstattung von 1.655 Büchern eröffnet und konnte sich immer mehr zu einer gefragten Institution in der Gemeinde entwickeln.
Im Oktober 1972 wurde sie auf Initiative der SPD Gemeinderätin und Bürgermeisterstellvertreterin Paula Zimmermann mit einer Grundausstattung von 1.655 Büchern eröffnet. Sie betreute die Bücherei auch in den Anfangsjahren, sodass sich die Einrichtung recht schnell zu einer gefragten Institution in der Gemeinde entwickeln konnte. Unter der Leitung von Margot Langlotz wurden 1988 die Räumlichkeiten auf 125 Quadratmeter vergrößert und als Jutta Roth 1993 die Bücherei übernahm betrug der Bestand bereits 4.500 Bücher. Bürgermeister Ewald Butz und Gerhard Greiner waren sich der großen Bedeutung einer solchen Bildungseinrichtung stets bewusst und sorgten für einen kontinuierlichen Ausbau der Einrichtung. Unter der Leitung von Jutta Roth gelang es den Bestand bis 2010 auf fast 12.000 Medien zu erhöhen, im selben Jahr fanden über 14.600 Entleihungen statt.

Ehrenamt und Engagement waren wichtige Stützen der Bücherei

Die Gemeindebücherei wurde von Anfang an ehrenamtlich von vielen Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Aus dem Freizeitangebot der Bücherei für Kinder und Jugendliche entwickelte sich allmählich der Kinder- und Jugendtreff Neulußheim. Auch hatte das Team um Margot Langlotz den Neulußheimer Weihnachtsmarkt (seit 1978) und das Kinderferienprogramm (seit 1981) ins Leben gerufen, die bis in die Gegenwart maßgeblich unter der Regie von Jutta Roth in der Bücherei organisiert und betreut wurden.

Zukunftschancen der Bücherei ignoriert                                                          

Um die Attraktivität einer Gemeindebücherei aufrecht zu halten, müssen die Medienbestände und Räumlichkeiten den sich ständig verändernden Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden. Wie das für unsere Bücherei aussehen könnte, hat uns die Leiterin der Bücherei in Ihren Berichten immer wieder vor Augen geführt. Fachlich unterbauen konnte sie das auch, da sie regelmäßig an Fortbildungskursen der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken teilnahm.

Doch leider wurde weder die fachliche Kompetenz, noch das Engagement von der Mehrheit des Gemeinderates gewürdigt. So kam es, dass das Budget zur Anschaffung von Medien über Jahre hinweg reduziert wurde und auch die Hilfskraft in der Bücherei wegfiel. Und das bei zunehmender Frequentierung  der Einrichtung und fehlenden Hilfsmittel zur Verwaltung des Büchereibestandes. All die Anträge der SPD-Fraktion zur Unterstützung der Bücherei wurden in den vergangenen 20 Jahren von der Mehrheit des Gemeinderates immer wieder abgelehnt.

Dass die Attraktivität der Gemeindebücherei dennoch erhalten blieb, haben wir dem Idealismus und Geschick von Frau Roth und dem Engagement der Bücherwürmer zu verdanken.

Gutachten sorgt für Überraschung

Nun haben wir es schwarz auf weiß. Das neue Büchereiteam hat ein Entwicklungskonzept für unsere Gemeindebücherei erstellt und detailliert die Defizite und Chancen dieser Einrichtung aufgezeigt. Und es zeigt sich, dass seit Jahren viel zu wenig in den Bestand investiert wurde, dass die Technik bei weitem nicht auf dem neuesten Stand ist, dass die Bücherei in dieser Größe viel zu wenig Personal hat und dass die Räumlichkeiten viel zu klein sind. All diese Aspekte haben wir von Seiten der SPD-Fraktion immer wieder angeprangert, doch ohne Erfolg. Selbst als es vor zwei Jahren um den Umzug der Bücherei in die jetzigen Räumlichkeiten ging, hat die Mehrheit des Gemeinderats darauf gedrängt, dass die zur Verfügung stehende Fläche deutlich reduziert wurde.

SPD-Fraktion schaut zuversichtlich in die Zukunft

Doch nun gibt es keinen Zweifel mehr an der Bedeutung einer solchen kommunalen Bildungseinrichtung. Einstimmig wurde das Budget um das Vierfache erhöht und es wurden darüber hinaus Mittel bewilligt, um die Technik zu erneuern. Gespannt sind wir, wie die Mehrheit des Gemeinderats die weiteren aufgeführten Defizite angehen möchte. Lösungsvorschläge dafür liegen von Seiten der SPD-Fraktion schon lange vor.

Rückblickend dankt die SPD-Fraktion all denen, die die Gemeindebücherei in den zurückliegenden 47 Jahren aufgebaut und diese, trotz aller Schwierigkeiten und Widerstände, zu einer bedeutenden Institution in unserem Ort gemacht haben.

Dem neuen Team wünschen wir, dass es ihm gelinge die Chancen für die Weiterentwicklung der Bücherei zu nutzen, damit diese wichtige Bildungseinrichtung auch für die kommenden Generationen nicht an Attraktivität verliert.

 

 

Neza Yildirim

Neza Yildirim

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