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SPD Neulußheim
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165 Jahre Mitgliedschaft und ehrenamtliches Engagement gewürdigt
Was gibt es schöneres für einen Ortsverein, als Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft bei einem stilvollen Ehrenabend auszuzeichnen.
Das Saxophon-Trio der Musikschule Hockenheim mit den Musikern Willi Ester, Ulrich Auer und Frank Dupont eröffnete musikalisch den Abend.
Ortsvereinsvorsitzender Jan Kritzer freute sich, zu Ehrende, Mitglieder und Angehörige im Haus der Feuerwehr begrüßen zu dürfen. 165 Jahre Mitgliedschaft zur SPD, diese Zahl, so Kritzer, dahinter verbergen sich Menschen, die treu zur SPD und hier besonders zum Ortsverein Neulußheim stehen.
Aber bevor man zu den Ehrungen schritt, wurde traditionell ein Rückblick mit einer Bildpräsentation auf das Jahr 2011 gehalten. Erstaunt stelle man fest, was das Jahr alles an Aktivitäten hervorgebracht hatte. Ob Maifest, Sommerfest, Teilnahme am Ferienspaß, Klausuren, Infostände, Ausflüge, Martinsumzug, alles wurde mit Bildern dokumentiert und fand Beifall bei den Anwesenden, zeigt es doch das Engagement und die Lebendigkeit des SPD-Ortsvereins.
Werner Henn, dem SPD Bundestagskandidaten im Spargelwahlkreis, blieb es dann vorbehalten, die Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft zu übernehmen. In einem kleinen Interview befragte er Jutta Dräger, warum sie gerade der SPD vor 10 Jahren beitrat, über was sie sich auch schon einmal geärgert hat und was sonst ihr Leben bereichert. Der Umgang mit dem verstorbenen Bürgermeister Greiner sei es gewesen, hier ein Zeichen zu setzen und einer Partei beizutreten, die ua. den sozialen Umgang als Wert innehabe.
Jan Kritzer hatte nun die ehrenvolle Aufgabe, Friedel Langlotz, das dienstälteste weibliche Mitglied des Ortsvereins, für 40-jährige Mitgliedschaft zu ehren, die damals zur SPD kam, weil sie der Meinung war, dass auch Frauen politisch Verantwortung übernehmen sollten. Auch war die familiäre Vorprägung durch den Vater und Bruder ein Grund dafür.
Gefreut habe sie sich über den Wahlsieg 1969 von Willy Brandt, dem ersten deutschen Nachkriegskanzler der SPD. Sehr geärgert habe sie sich im Jahre 1982 über den Bruch der sozialliberalen Koalition durch die FDP.
Ihren Ehemann Günter Langlotz galt es nun nicht nur für 55 Jahre Mitgliedschaft zu ehren, sondern auch für sein Engagement im Ortsverein, das ungebrochen bis zum heuten Tage anhält. Jan Kritzer fand lobende Worte und fragte auch ihn, was in bewogen habe, der SPD beizutreten. So komme auch er aus einer sozialdemokratischen Familie und diese Einstellung, stets sozial und demokratisch zu handeln, sei für ihn Grundlage seiner Arbeit als Gemeinderat von 1959 bis 1992 gewesen. Geärgert habe er sich höchstens über Kleinigkeiten, belastet habe ihn aber der Druck am Arbeitsplatz, wo sein Engagement für die Gemeinde eher auf Unverständnis stieß.
Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein kam nun zur besonderen Ehrung des Tages. Karl-Heinz Butz, der von 1980-2000 dem Gemeinderat angehörte und seit 50 Jahre Mitglied der SPD ist.
Beruflich engagierte er sich als Meister für Rolladen- und Jalousienbau. Ein sozial geführter Meisterbetrieb – Rolladen-Butz ein Name und ein Garant für Qualitätsarbeit, so Grünstein.
Humorvoll blickte sie zurück auf die Zeit, als Karl-Heinz Butz in die SPD eintrat. Seine Freizeit schenkte er im Besonderen der Freiwilligen Feuerwehr, die er über 10 Jahre als Kommandant leitete, dem Arbeitergesangverein und den Naturfreunden.
Karl-Henz Butz brachte die Anwesenden immer wieder zum lachen, als er kleine Anekdoten der vergangenen Jahre zu Gehör brachte. Ob ein Ausflug nach New York mit den Landrauen oder als er in den Filmstudios zum „Batman“ wurde.
Gefreut habe er sich, als Günter Schöner 1981 zum Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt wurde und es mit dem Ortsverein sichtbar „bergauf ging“.
Urkunden und Präsente, auch für den verhinderten Klaus Schweizer, der für 10 Jahre Mitgliedschaft zu ehren war, waren nur äußere Zeichen der Dankbarkeit für die langjährige Mitgliedschaft.
Nach einem letzten Beitrag des Saxophon-Trios der Musikschule Hockenheim saß man bei zünftiger Brotzeit und spannenden Anekdoten noch lange in herzlicher Atmosphäre mit den Jubilaren beisammen.
Hw.
Veröffentlicht am 28.11.2011
Ein Novum in der Geschichte Baden-Württembergs
Bei ihrer jüngsten Vorstandssitzung befassten sich die Neulußheimer Sozialdemokraten mit der am 27. November stattfindenden Abstimmung zum Bahnprojekt Stuttgart 21.
Ortsvereinsvorsitzender Jan Kritzer stellte fest, dass es dem Projekt bis heute an der notwendigen Akzeptanz in weiten Teilen der Bevölkerung mangele und es wichtig sei, Aufklärung zu leisten, damit die Bürger ihr erstmals gewährtes Recht zur Volksabstimmung klar verstehen und sodann nach ihrem Sinn ausüben können.
Die von der SPD im September 2010 auf den Weg gebrachte Volksabstimmung überlässt der Bevölkerung die letzte Entscheidung. Das sei ein Novum in der Geschichte unseres Landes, so Kritzer. Allerdings hat die Abstimmung nur dann Gültigkeit, wenn ein großer Teil der Bürgerinnen und Bürger an ihr teilnehmen. Deswegen ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen ihre Stimme abgeben.
Über was wird abgestimmt?
Hanspeter Rausch brachte es in klaren Worten zum Ausdruck: Es wird entschieden, ob das Land Baden-Württemberg von den finanziellen Verpflichtungen am S21-Vorhaben zurücktreten soll.
Nun liegt es in der Hand der Baden-Württemberger, ihre Meinung zu äußern. Der Weg zur Volksabstimmung ist frei.
Die weitere Diskussion befasste sich mit dem Stimmzettel, der in seinen Formulierungen nicht gerade dazu beiträgt, eine eindeutige Entscheidung zu treffen.
Auf dem Stimmzettel heißt es:
„Stimmen Sie der Gesetzesvorlage ‚Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21‘ (S21-Kündigungsgesetz) zu?“
Vorstandsmitglied Christian Roth erläuterte das JA oder NEIN:
Wer mit JA stimmt, stimmt für die Kündigung der Verträge und damit für den Ausstieg des Landes aus Stuttgart 21. Ein solcher Ausstieg ist mit hohen Hürden versehen. Denn nach den klaren Aussagen aller Projektbeteiligten ist mit einer einvernehmlichen Vertragsaufhebung nicht zu rechnen. Dadurch kämen auf das Land Baden-Württemberg nach Expertise der Bahn Schadenersatzforderungen zwischen 500 Mio. und 1,5 Mrd. Euro zu.
Wer mit NEIN stimmt, stimmt gegen die Kündigung und für den Weiterbau des Bahnprojekts. Das Land Baden-Württemberg bliebe dann bei seiner bisherigen Position. Die Kostenbeteiligung des Landes Baden-Württemberg beträgt bei der Realisierung des Projektes über 10 Jahre verteilt 824 Millionen Euro.
Die Neulußheimer Sozialdemokraten hoffen, dass die Neulußheimer Bevölkerung am Sonntag, 27.11. von ihrem Bürgerrecht rege Gebrauch machen.
Veröffentlicht am 17.11.2011
Innenminister Reinhold Gall erklärt im Interview, worum es bei der geplanten Polizeireform geht und wie durch die Reform künftig mehr Streifen für die Sicherheit der Bürger sorgen werden.
baden-wuerttemberg.de: Durch ihren engagierten, leistungsbereiten und motivierten Einsatz genießt die Polizei Baden-Württemberg bundesweit einen außerordentlich guten Ruf. Eigentlich gibt es doch keinen Grund, die Struktur der Polizei zu reformieren?
Reinhold Gall: Ich kann nur unterstreichen, dass unsere Polizei trotz der dünnen Personaldecke sehr gute Arbeit leistet. Diese Leistung ist umso höher einzuschätzen, weil die derzeitige Organisationsstruktur auch nach Ansicht vieler in der Polizei keineswegs optimal ist. Deshalb habe ich im vergangenen September eine Projektgruppe mit lauter erfahrenen Polizeibeamtinnen und -beamten damit beauftragt, eine Analyse der bestehenden Struktur vorzunehmen. Diese liegt nun vor.
Veröffentlicht von SPD Rhein-Neckar am 27.01.2012