Rat wird sein Fachwissen sehr vermissen

Veröffentlicht am 11.02.2009 in Presseecho

Verabschiedung: Günter Schöner auf eigenen Wunsch nach fast 20 Jahren aus SPD-Gemeinderatsfraktion ausgeschieden / Renate Hettwer als Nachfolgerin verpflichtet

Von Franz A. Bankuti, Schwetzinger Zeitung

NEULUSSHEIM. Genau 20.20 Uhr war es am Donnerstag, als Günter Schöner vom Ratstisch aufstand und bei den Zuhörern neben seiner Ehefrau Renate Platz nahm. Damit endete eine fast 20-jährige Zeit als engagierter sozialdemokratischer Gemeinderat, der dieses Amt in seiner Heimatgemeinde unter drei Bürgermeistern innehatte und jetzt auf eigenen Wunsch aus dem Ratsgremium entlassen wurde.

Bürgermeister Gunther Hoffmann erinnerte sich an die erste Wahl Schöners („Ich war damals zum allerersten Male Wahlhelfer, so etwas prägt sich ein“) und blickte auf die Entwicklung des Orts in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurück.

Eine Bildcollage mit Neulußheimer Motiven zum Abschied: Günter Schöner (rechts) erhielt von Bürgermeister Gunther Hoffmann ein Präsent, von den Ratskollegen würdigende Worte. Links seine Nachfolgerin in der SPD-Fraktion, Renate Hettwer. Bild: Schwindtner

Pflichtbewusst und kompetent

Hoffmann bezeichnete Schöner als einen pflichtbewussten und kompetenten Gemeinderat, vor allem sein Sach- und Fachwissen als Experte im Baubereich werde man vermissen. Eine Bildcollage mit Neulußheimer Motiven und ein Blumenstrauß für Renate Schöner waren äußere Zeichen des Dankes.

SPD-Fraktionsvorsitzende Heidi Roß betonte, dass Günter Schöner stets loyal und fair die Interessen der Bevölkerung vertreten und sich als gewiefter Kommunalfinanzpolitiker erwiesen habe. Man hoffe, so Heidi Roß vor der Übergabe der Geschenke, dass Schöner auch ohne Mandat mit Rat und Tat zur Seite stehen werde.

„Knochenarbeit“ nie gescheut

Verbunden mit einem Präsent dankte FWV-Sprecher Sven Nitsche für die engagierte Ratsarbeit Schöners und erinnerte an die zeitintensive Arbeit in den Ausschüssen.

Für die CDU stellte Angela Schönig dar, dass es viele schöngeistige Gedanken zur Mitarbeit in und an der Demokratie gäbe, dass man in der Praxis aber Knochenarbeit zu leisten habe. Diese Arbeit habe Günter Schöner aber nie gescheut, sondern sich stets für Neulußheim engagiert.

Anni Greulich (NBL), die zum Ende der Wahlperiode im Sommer ebenfalls aus dem Rat ausscheiden wird, bedauerte, „auf der Zielgeraden meinen langjährigen Nachbarn am Ratstisch zu verlieren“. Sie betonte, Schöner habe stets für alle ein offenes Ohr gehabt: „Ihm war nichts zu viel.“

In seiner sachlichen und doch hintergründig humorvollen Art fasste Günter Schöner zunächst zusammen: „Ich gehe davon aus, das war alles ehrlich gemeint“ und blickte dann auf die knapp zwei Jahrzehnte seiner Zeit am Ratstisch zurück. Viermal habe er bei den Wahlen das Vertrauen der Bürger bekommen, von den 17 Ratsmitgliedern, die bei seiner ersten Sitzung dabei waren, säßen heute nur noch drei am Ratstisch.

Auch Ehrlichkeit und Offenheit gehören zu Schöners Eigenschaften und so ging er kurz auch darauf ein, dass aufgrund bestehender Mehrheitsverhältnisse Entscheidungen getroffen worden seien, mit denen man sich nicht anfreunden konnte. Die Zeit „heilt aber irgendwie Wunden“, meinte der Ausscheidende in versöhnlichem Ton und erwähnte in seinem Dank für die gute Zusammenarbeit auch die verstorbenen Bürgermeister Ewald Butz und Gerhard Greiner.

Gutes Klima im Rat beibehalten

Zwischenzeitlich sei die Atmosphäre im Rat wesentlich besser geworden, und Schöner sprach zum Abschluss seiner Rede den schlichten Wunsch aus: „Weiter so!“

Mit der offiziellen Verpflichtungsformel wurde Renate Hettwer Schöners Nachfolgerin am Ratstisch. Die 57-Jährige ist seit vielen Jahren beruflich im Vorstandssekretariat der Sparkasse Heidelberg, zuvor bei der Sparkasse Hockenheim, tätig. In Neulußheim führt sie erfolgreich und engagiert den Arbeitergesangverein.

Am Ratstisch wurde sie gleich in einige Ausschüsse gewählt. Nicht alltäglich war der Abschluss der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Der nunmehr ehemalige Gemeinderat Günter Schöner hatte alle Sitzungsteilnehmer, Ratsmitglieder und Besucher zu einem kleinen Umtrunk eingeladen, bei dem man noch in gemütlicher Runde über Neulußheims Historie, Gegenwart und Zukunft plaudern konnte.

Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus der Schwetzinger Zeitung vom 31.01.2009.

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