Wohnqualität in Neulußheim für alle Generationen erhalten und weiter ausbauen

Veröffentlicht am 24.04.2009 in Ortsverein

Öffentliche Kandidatenvorstellung der SPD unter dem Motto „Wir passen zusammen“

Hoch motiviert und mit einem starken Team engagierter Frauen und Männer starteten am vergangenen Sonntagvormittag die Neulußheimer Sozialdemokraten ihr Programm zur Kommunalwahl im Juni dieses Jahres.
Sichtlich erfreut über den sehr großen Zuspruch zu dieser öffentlichen Veranstaltung konnte der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Jan Kritzer viele Bürgerinnen und Bürger, darunter auch den Vorsitzenden des CDU-Ortsvereins Dr. Korff, im voll besetzten Bürgersaal im Haus der Feuerwehr zum Frühschoppen begrüßen.
„Wir passen zusammen.“ steht, so Jan Kritzer, für eine schlagkräftige Truppe, die mit Sachverstand und Erfahrung, versehen mit einer Kompetenz- und Altersstruktur, ein nahezu identisches Spiegelbild der Bevölkerung vor Ort darstellt.
Und damit das Team zur Vorstellung auch ideal in Szene gesetzt werden konnte, führte arte-Redakteur und Bundestagskandidat Werner Henn durch die Veranstaltung. Im lockeren Dialog interviewte er die einzelnen Bewerber zu ihrer Person und kommunalpolitischen Ziele. Musikalisch umrahmt wurde der Frühschoppen von Mundart-Sänger, Kreisrat und Kreisratskandidat Charly Weibel aus Reilingen, der mit seinem Lied „Vum Gemoinderat“ auch die Vorstellungsrunde eröffnete.

Als erstes trat Günter Berndt vor die Besucher. Durch seine Tätigkeit bei der Agentur für Arbeit wisse er um die großen persönlichen Probleme von Langzeitarbeitslosen. Ferner bemängelte er die mit hohen Kosten verbundene Zugverbindung nach Karlsruhe. Der öffentliche Nahverkehr war auch Schwerpunkt von Christian Roth. Er konnte aufzeigen, welche weiteren Möglichkeiten einer Verbesserung der Anbindungen an das öffentliche Netz bestehen. Dies auszubauen und zu verbessern wäre nicht nur von Vorteil für Kinder und Jugendliche bei der Wahl weiterführender Schulen, sondern auch für Pendler zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in der Umgebung.
Kristina Pollmann engagiert sich seit Jahren im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und sieht auch hier ihr zukünftiges Tätigkeitsfeld. Darüber hinaus liege ihr eine Verbesserung des Freizeitangebots aller Altersgruppen besonders am Herzen. In diesem Zusammenhang machte Jutta Dräger als gelernte Erzieherin deutlich, wie wichtig es sei in die Bildung der Kinder zu investieren. Hierzu gehöre auch ein gutes und breites Betreuungsangebot mit qualifizierten und engagierten ErzieherInnen. Dass ein solches Angebot für den Gemeindehaushalt auch kostenneutral sein kann, bewies Gemeinderätin Dagmar Engelhardt. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz wurde vor fünf Jahren erstmals eine Kinderferienbetreuung angeboten und in den Folgejahren kontinuierlich und erfolgreich ausbaut. Wie wichtig solche Angebote für Kinder und Jugendliche letztendlich sind, wissen die beiden Youngsters auf der Kandidatenliste Yves Koch und Matthias Burger durch ihre Arbeit im geschäftsführenden Ausschuss des Jugendzentrums. Aus diesem Grund setzen sich beide für den Ausbau der Hausaufgabenbetreuung und der Schulsozialarbeit ein, da sie hier eine äußerst wichtige Ergänzungen zum bereits bestehenden Angebot sehen. Aber auch Vereine erfüllen hier eine wichtige Aufgabe. Dies machte Jutta Menssen anhand ihrer Arbeit als Trainerin im Mädchenhandball deutlich. Dabei betonte sie, dass zusätzlich eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Eltern (oder Großeltern) notwendig sei und wesentlich zum Erfolg einer Mannschaft beträgt.
Verstärkt das Interesse von Neubürgern für Vereinsarbeit wecken und sich für eine Verbesserung der Integration von ausländischen Mitbürgern einsetzen, haben sich Renate Schöner, die im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt und in der Seniorenarbeit aktiv ist, als auch Gemeinderätin Renate Hettwer, die seit vielen Jahren erfolgreich die Geschicke des AGVs mit seinem Frauenchor „Women´s voice“ leitet, auf die Fahne geschrieben. Die Schaffung eines sogenannten „Bürgerbüros“, als zentrale Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger, steht für Annette Schmid an oberster Stelle. Hier sollten Wünsche, Anregungen aber auch Anliegen und Hilfestellungen in allen sozialen Bereichen Gehör finden. In diesem Rahmen gelänge es auch eine ehrenamtlich getragene „Seniorenmithilfbörse“ einzurichten.
Winfried Vaudlet ist Fachmann in Energiefragen und ist für die Finanzierung des Kindernotarztwagens zuständig. Seine Ziele sind die Stärkung und bessere Vernetzung der sozialen Einrichtungen sowie eine faire parteiübergreifende Arbeit im Gemeinderat. Den Schwerpunkt seiner kommunalpolitischen Arbeit sieht Jürgen Deckert vor allem in der anstehenden innerörtlichen Entwicklung von Neulußheim, wo er seine berufliche Erfahrung als Bautechniker für Umwelttechnik und Infrastruktur einbringen möchte. Hierzu gehören auch die Verkehrswege, die kinder- und seniorengerecht ausgebaut werden müssten. Unterstützung findet er bei seinem Mitbewerber Jochen Gerstl, der sich seit Jahren für die Sicherheit der Kindergarten- und Schulwege, insbesondere an den Ortseingängen, einsetzt. Schlagzeilen machte er bereits vor fünf Jahren, als durch seinen Vorschlag Neulußheim als erste Gemeinde im Umkreis „Teilzeitkindergartenplätze“ einführte. Im Bereich Umweltschutz ist auch Dr. Thomas Zahn kein unbeschriebenes Blatt in der Gemeinde. So ist er nicht nur beim „Grünen Gockel“ der Kirchengemeinde aktiv, sondern war einer der Hauptinitiatoren, die vor fünf Jahren die Sanierung und Verkehrsberuhigung der Hockenheimer Straße ins Rollen brachten.
Das Thema Hockenheimer Straße griff auch Gemeinderat Hanspeter Rausch bei seiner Vorstellung auf und resümierte, welche Vorhaben die SPD in den vergangenen Jahren initiieren konnte. Im Vordergrund habe dabei immer der Erhalt und Ausbau der Standortvorteile Neulußheims als attraktive Wohngemeinde für alle Generationen gestanden. So möchte er sich auch für weitere strukturelle Veränderungen einsetzen, insbesondere die den Ortskern beleben und zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten schaffen. Hier seien keine kurzfristigen und punktuellen Lösungen gefragt, sondern gut durchdachte und breit angelegte Konzepte für die Zukunft.
Dies betonte auch Gemeinderätin Heidi Roß, die als Spitzenkandidatin ins Rennen geht. So sei einer der wesentlichen Standortvorteile Neulußheims das gute und breite Betreuungsangebot der vorhandenen Kindergärten. Dies dürfe nicht aufgegeben werden, sondern müsse erhalten und zukünftigen Ansprüchen angepasst werden. Eine Konzentration des Angebots im Bereich des Kindergartens Pusteblume könnte dies gefährden. Nicht nur die Kinder sondern auch die Seniorenarbeit in der Gemeinde liegt Heidi Roß sehr am Herzen. Hier setzt sie sich seit längerem für eine kontinuierliche Vernetzung und Zusammenarbeit der in diesem Bereich engagierten Vereine und Institutionen ein.
Den Reigen der Kandidaten schloss zu guter letzt der auf zweiten Platz stehende Ortsvereinsvorsitzende Jan Kritzer. Nicht nur eine konsequente Ortsentwicklung, die Verbesserung der Nahversorgung und der Ausbau der Betreuungseinrichtungen, damit Familie und Beruf vereinbar werden, stehen an vorderster Stelle seiner Agenda, sondern auch der zügige Umbau des Neulußheimer Bahnhofs zur repräsentativen und barrierefreie S-Bahn Haltestelle.
Am Ende der Veranstaltung präsentierten sich alle Kandidatinnen und Kandidaten noch einmal gemeinsam den vielen Besuchern und enthüllten das erste Exemplar ihres Wahlplakates.
Letztendlich zeigte sich, dass unter dem Motto „Wir passen zusammen.“ sich ein Team gefunden hat, das kompetent und hoch motiviert für eine zukunftsorientierte und kontinuierliche Weiterentwicklung der Gemeinde steht. Somit kann die SPD Neulußheim auch 2009 ihrer Rolle als treibende Kraft der Kommunalpolitik gerecht werden.

Neza Yildirim - Unsere Bundestagskandidatin

Neza Yildirim

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