Rosa GrünsteinNatürlich will das jedes Kind - und insbesondere alle, die eine gruselige Vorlesenacht beim SPD-Ortsvereins erleben konnten. Bepackt mit Schlafsack, Luftmatratze und Kuscheltier kamen rund dreißig Kinder ins Haus der Feuerwehr. Schnell waren die Schlaflager hergerichtet, so dass es für die anwesenden Eltern keinen Grund mehr zum Bleiben gab. So richtig gruseln kann man sich ja schließlich nur alleine oder mit gleich gesinnten Freunden.
Das Licht wurde gelöscht,
und alle Kinder hüpften in ihre Betten, um in der Geborgenheit ihrer Schlafhöhlen den nun folgenden Geschichten lauschen zu können. Im Schein einer Leselampe begann Jutta Dräger vom Neulußheimer Buchladen mit der Erzählung von Max, der ein Gespenst als Freund hat. Um auch gemeinsam Abenteuer erleben zu können, schenkte das Gespenst dem Max ein Hemd, mit dem auch er fliegen konnte. Und was da beide zusammen erlebten, da hätte wohl jedes der anwesenden Kinder gerne mit Max getauscht. Dagegen wollte wohl keiner in der Haut des Mädchens stecken, das dachte, von Vampiren geträumt zu haben und am nächsten Morgen dann auch tatsächlich die ausgebissenen Eckzähne im Wohnzimmer vorfand. Und tauschen, nein tauschen wollte auch niemand mit dem Mädchen, das zusammen mit seinem Vater von Höllenhunden durch die finsteren Wälder von Transsilvanien gejagt wurde.
Vorerst reichte es nun an Gruseligkeit und alle mussten eine Erholungspause einlegen. Sowohl beim Basteln von Federgespenstern, als auch beim Backen von
Blätterteiggebäck standen die kleinen Mundwerke nicht still, denn das was gehört wurde, musste mit den Freunden diskutiert und auf Wahrheiten untersucht werden.
Nun folgte die zweite Runde und Dagmar Engelhardt erzählte von einer wahren Begebendheit, die sich in einem Ferienlager zutrug. Zweifelhaft war dagegen die Geschichte zweier Nachbarn, die sich mit viel Knoblauch im Blut vor einem weiblichen Vampir schützen mussten. Letztendlich gelang es ihnen jedoch, diese männermordende Vampirelle letztendlich in einer Flasche zu fangen und somit unschädlich zu machen.
Je später der Abend, desto schöner die Geschichten. Und eine solche brachte die Landtagabgeordnete Rosa Grünstein auch zur späten Nachtstunde mit. Eingekuschelt in ihrem Ohrensessel erzählte sie vom Kater Balthasar, der einsam und alleine die Ferienzeit zu Hause verbringen sollte. Alle waren sie in Urlaub gefahren, doch keiner machte sich darüber Gedanken, ob man ihm, dem Haus- und Hofkater auch zumuten kann, alleine zu Hause zu bleiben. Trotz sturmfreier Bude und wilden Feten mit Gleichgesinnten, hatte er Heimweh nach seiner Familie, auf deren Suche er sich nun machte.
Während die Zeit immer weiter fortschritt, fielen den Kindern allmählich die Augen zu. Nun hatten weder Geister und Gespenster noch Vampire und Höllenhunde eine Chance für ihr übles Treiben, denn alle, nein fast alle waren so erschöpft, dass sie bis zum nächsten Morgen fest schliefen.
Nach einem opulenten Frühstück wurde rasch gepackt, so dass der Spuk auch für die Helferinnen und Helfer des SPD-Ortsvereins nun zu Ende war.