Sankt Martin 2021 – Kleine Andachten für die Jüngsten in der Evangelischen Kirche Neulußheim

Veröffentlicht am 14.11.2021 in Aktuelles

Liebgewordene Tradition mal ganz anders

Die Beschränkungen zur Coronapandemie machten es auch in diesem Jahr erneut erforderlich, den großen und traditionellen Martinsumzug mit hunderten von Kindern an der Grillhütte in der Gemeinde Neulußheim abzusagen. Aber ganz absagen ?  Das kam auch in diesem Jahr für die Jüngsten der Gemeinde nicht infrage. „Man muss nur kreativ sein“, so Altgemeinderätin Dagmar Engelhardt vom SPD-Organisationsteam, die von Miriam Walkowiak, Renate Schöner, Dennis Wohlgemuth und Renate Hettwer unterstützt wurde.

In diesem Jahr hatten Pfarrerin Katharina Garben, Vikarin Joana Notheis und Diakon Jascha Richter mit dem Team der SPD die Idee, an drei Tagen und verschiedenen Uhrzeiten die Kindergärten und Schülerinnen- und Schüler der Lußhardtschule zu einer kleinen Martinsandacht in die Kirche einzuladen. Und sie kamen, die Kinder und Erzieher des Kath. Kindergartens, der Pusteblume mit den Kindern der Klee-blatt-, Kornblumen-, Goldstern- und Löwenzahlgruppe. Auch die vier  Klassen der Lußhardtschule mit ihren Lehrerinnen hatten sich eingefunden und ein paar Schüler hatten ihre selbst gebastelten Laternen dabei. Ganz aufgeregt lauschten gerade die Kleinsten der Martinsgeschichte, die an der Leinwand bildlich dargestellt und kommentiert wurde. Martinslieder durften in diesen kleinen Andachten auch nicht fehlen.

Die vier Gruppen des Podeykindergartens, die Bären, Delphine, Gartenzwerge und Ameisen hatten am späten Nachmitttag des Martinstags ihre Laternen mitgebracht und so zogen auch sie in die Kirche ein. Symbolisieren die Laternen doch, das Licht in die Welt einzieht und sie erhellt.


In den einzelnen kurzen Predigten von Katharina Garben, Joana Notheis oder Jascha Richter ging es natürlich um den damals noch nicht heiligen Martin, der im Norden des heutigen Frankreichs um 317 nach Christus als römischer Soldat stationiert war. An einem eiskalten Tag im Winter traf einen armen, frierenden Bettler, der um Hilfe bat. Mit seinem Schwert teilte er seinen Mantel in der Mitte durch und gab sie dem frierenden Mann. In der Nacht hatte Martin einen Traum. Er sah Jesus, bekleidet mit dem halben Mantel, den er dem Bettler gegeben hatte. Für seine Tat wird Martin heute noch verehrt, der sich nach diesem Erlebnis taufen ließ und das Militär verließ. Er wurde damit zum Vorbild dafür, wie es gehen kann, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst. In Matthäus 25, 40 kommt das noch heute zum Ausdruck „Was ihr getan habt einem keiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“.

„Ihr Kinder, lasst auch euer eigenes Licht leuchten. Jeder auf seine ganz eigene Art und Weise. Mit einem Lächeln zur rechten Zeit, dem anderen helfen, wenn es nötig ist“, so in der Predigt, in die kurze Gebete, dem Kindersegen und Martinsliedern eingebettet waren.

Um St. Martin rankt sich noch eine Geschichte, die auf der Leinwand durch Bilder vom Kamishibai Don Dosco Verlag dargestellt wurde und besonders den Kleinsten aus den Kindergärten sichtlich Freude machte. Martin hatte sich nämlich zu den Gänsen in den Stall geflüchtet, als er wegen seiner Nächstenliebe zum nächsten Bischof von Tours gewählt werden sollte. Bischof ? Die Gänse hatten keine Ahnung was ein Bischof macht und Martin erzählte es den Gänsen. Er kümmert sich um die Gläubigen wie ein guter Hirte und trägt einen goldenen Stab und eine Bischofsmütze. Und seine eigene Geschichte musste er den Gänsen auch erzählen. Über das Gehörte schnatterten sie so laut, dass sie ihn dadurch verrieten und er letztendlich neuer Bischof wurde. Als er mit 80 Jahren starb und an einem 11. November beerdigt wurde, wurde er vom Pabst wegen seiner vielen guten Taten heilig gesprochen. Und deshalb erinnern wir uns am 11. November an St. Martin.

Mit den letzten Orgelklängen, Gerhard Müller hatte die kleinen Martinsandachten begleitet, bekamen die Jüngsten der Gemeinde die traditionelle Martinsbrezel. Vorher je nach Anzahl der Gruppe abgezählt und einzeln verpackt oder bereits in die jeweilige Einrichtung gebracht, um sie dort gemeinsam zu genießen.

Bürgermeister Gunther Hoffmann dankte der Ev. Kirchengemeinde um Pfarrerin Katharina Garben sowie dem Engagement der Neulußheimer Sozialdemokraten, die seit Jahren mit erfolgreichen Konzepten das Gelingen dieser Veranstaltung garantieren. Eine hervorragende und gelungene Idee trotz der Einschränkungen im weiteren Jahr der Corona-Pandemie. Der Gemeinde Neulußheim sei es dazu immer eine Freude, die vielen leckeren Martinsbrezel für die große Kinderschar zu stiften.

Nicht nur die Gemeinde als Veranstalter, die Ev. Kirchengemeinde als Ausrichterin und der SPD Ortsverein als Organisator sondern auch die vielen Kinder hoffen, dass es im nächsten Jahr hoffentlich wieder heißen wird „Kommt, wir wolln alle gemeinsam Laterne laufen“ – aber ohne Coronaeinschränkungen, mit Umzug, loderndem Feuer und immer wieder der Geschichte um St. Martin.

rhw

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