
Ausflug mit Weinführung auf die Heuchelberger Warte
Während sich am vergangenen Wochenende ein Pilgerzug nach Freiburg bewegte, um den Papst zu hören und zu sehen, pilgerten die Neulußheimer Sozialdemokraten mit einem Kleinbus in die Naturlandschaften ins Heilbronner Land. Bewaldete Höhenzüge und sanft-hügelige Weinlandschaften und ein Erlebnisberg inmitten der Natur mit einem romantischen Berggarten, schwindelerregendem Fernblick und tollem Ambiente begeisterte die Ausflugsschar.
Ziel im Hohenloherland war Leingarten. Sichtbares Wahrzeichen ist die Heuchelberger Warte, ein 1483 auf dem Heuchelberg von Graf Eberhard im Barte erbauter Wachturm. Heute ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt. Selbst der Stuttgarter Fernsehturm ist bei etwas schlechtem Wetter zu sehen, aber darauf konnte man gut und gerne verzichten. Das Kaiser- bzw. Papstwetter versprach einen wunderschönen Tag.
Am Parkplatz „Heuchelberger Warte“ traten die Wanderer den steilen Weg zur Warte an, während diejenigen, die nicht so gut zu Fuß waren, mit dem Heuchelberghupfer auf die Warte fuhren. Mit einem Kurbeltelefon konnte dieser gerufen werden. Winkend überholte man die Neulußheimer Wanderer.
Die erste gemeinsame Stärkung fand bei schönstem Wetter im Freien mit einem herrlichen Panoramablick auf die Rebhänge des Heuchelberges statt. Ein paar Mutige bestiegen den Aussichtsturm, nach 94 Stufen wurden sie mit einem atemberaubenden Rundblick belohnt.
Vor wenigen Tagen wurde übrigens dieser idyllisch gelegene Biergarten und Gaststätte unter mehr als 50 Gastronomen zum Sieger erkoren.
Ortsvereinsvorsitzender Jan Kritzer begrüßte alle Ausflügler und dankte inbesondere den beiden Organisatorinnen Dagmar Engelhardt und Renate Hettwer für die Vorbereitungen und Durchführung dieses Ausfluges.
Volker, ein zertifizierter Weinerlebnisführer hatte schon ein Leiterwägelchen mit drei guten Weinen bestückt und die SPDler konnten es kaum erwarten, Rivaner, Lemberger und Trollinger zu probieren. In lockerer Art und Weise vermittelte er Interessantes über Weinbau und Geologie sowie über die Geschichte der Gegend. Trollinger rose, dieser Tropfen gänzlich unbekannt, mundete aber allen aufs Beste und die Stimmung nahm mit jedem gewanderten Meter zu. Vorbei an Reben an dem noch Trollinger Trauben hingen erfreuten ganz besonders, als der Weinführer erlaubte, an den Trauben zu naschen.
Fröhlich und beschwingt fiel es den Wein-Wanderern dann sichtlich schwer, von diesem herrlichen Fleckchen Erde Abschied zu nehmen. Hier wird man nicht das letzte Mal gewesen sein, so die einhellige Meinung.
Abschluss dieses Ausfluges, bei dem die Politik einmal eine untergeordnete Rolle spielte, fand in einem Lokal in Gauangelloch statt.
Dieter Merkel ließ es sich nicht nehmen, als sozusagen „Stubenältester“ sich bei Vorstand und Organisatoren im Namen aller für diesen schönen Tag zu bedanken.

