Neulußheimer Sozialdemokraten im engen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern

Veröffentlicht am 04.04.2012 in Ortsverein

„Die SPD wird gebraucht. Die Konzeptlosigkeit und Beliebigkeit von CDU/CSU und insbesondere der FDP wird in Berlin und in den Ländern deutlich. Das zeigt nicht nur auf das Zurückgreifen auf den rot-grünen Vorschlag bei der Wahl des Bundespräsidenten. Das zeigt die Übernahme unserer Positionen beim Atomausstieg, beim Mindestlohn und das wird auch bei den Eurobonds folgen.“ Mit diesen Worten eröffnete Jan Kritzer die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Neulußheim. Unter den zahlreich erschienen Gästen konnte der Vorsitzende auch die Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein und den Mannheimer Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann begrüßen.

Neben der Wahl der Kreistagsdelegierten wurde die Versammlung auch zu aktuellen Themen im Bundestag, im Landtag und im Neulußheimer Gemeinderat informiert. Zu Beginn der Sitzung gedachte man jedoch zunächst der im vergangenen Jahr verstorbenen Sozialdemokratin Irma Langlotz. Dann sah die Tagesordnung den Bericht des Vorstands vor, den die Vorstandsmitglieder gemeinsam abgaben und bei dem sich zeigte, wie aktiv der Ortsverein im vergangenen Jahr wieder einmal war.

Neben den Landtagswahlen im März, dem alljährlichen Maifest, dem Sommerfest und dem Stand auf dem Weihnachtsmarkt war das Highlight eine politische Veranstaltung im Oktober: „Die Helfer nicht vergessen!“. Mit Reinhold Gall hatten der SPD-Kreisverband Rhein-Neckar und der Ortsverein Neulußheim nicht nur den ersten sozialdemokratischen Minister nach 15 Jahren landespolitischer Durststrecke in der Schickard-Gemeinde zu Gast, sondern auch einen Praktiker. In einer über zweistündigen regen Debatte ging es vor allem um die neuen Herausforderungen im Katastrophenschutz und deren Bedeutungen für die Feuerwehren in Ehren- und Hauptamt.
Auch der St. Martins-Umzug, welcher von der SPD organisiert wurde, fand erneut großen Zulauf. Daneben gab es 2011 wieder die Beteiligungen am Kinderferienspaß, den traditionellen Ehrungsabend für verdiente Mitglieder und auch einen halbtägigen Ortsvereinsausflug.

Über aktuelle Themen im Gemeinderat gaben nun die Gemeinderäte kompetent Auskunft. Nicht nur das kontinuierliche Wachstum der Gemeinde mit drei in Aussicht stehenden Neubaugebieten interessierte die Mitglieder, sondern auch die Tatsache, dass die Erschließungsarbeiten am Alten Bahnhof nun endlich beginnen. Über zehn Jahre haben die Neulußheimer Sozialdemokraten, trotz mehrmaliger Umplanung und unleidlicher Diskussionen, mit Nachdruck und Kontinuität maßgeblich zum Gelingen dieses Vorhabens beigetragen.
Rasante Fortschritte sind zu erkennen bei der Sanierung der Ortsstraßen, dem Neubau eines eigenständigen evangelischen Kindergartens, der im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde, der anstehenden Sanierung des Rathauses als bürgerfreundliche Einrichtung, der energetischen Sanierung der Lußhardtschule, der Hardthalle und der Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit verbrauchsgünstigen LED-Lampen.
Ein besonderes Anliegen war den SPD-Gemeinderäten auch, dass an der Lußhardtschule und im Kindergarten Pusteblume im Zusammenwirken mit Eltern ein gesundes und bezahlbares Mittagessen für die Kinder angeboten wird.

Abschließend berichtete Fraktionssprecher Hanspeter Rausch, dass es im vergangenen Jahr gelungen sei, in würdiger Form der beiden verstorbenen Altbürgermeister zu gedenken. Nach Ewald Butz werde die neue „Hauptstraße“ im Neubaugebiet Am Alten Bahnhof benannt, und auf dem Kreisel am nördlichen Ortseingang von Neulußheim wurde ein N aufgestellt, das mit seinem markanten Schriftzug an Gerhard Greiner erinnert. Dieses Kunstwerk wurde von Rolf Bartling entworfen und entspricht in der Ansicht dem Gemeindelogo, das von Gerhard Greiner und Josef Zahs gemeinsam kreiert wurde.

Rosa Grünstein ging anschließend auf das Thema geoseismische Untersuchungen im Umkreis von Neulußheim ein. Ziel ist die Erkundung von Erdölvorkommen und deren Förderung mit Hilfe der extrem umweltgefährlichen Fracking-Methode. Hier sei sie seit Wochen aktiv, die Gemeinden im Wahlkreis über mögliche Gefahren zu informieren.

Nach dem Kassenbericht durch Kassiererin Miriam Walkowiak, der dem Ortsverein auch ein gutes Wirtschaften mit einem satten Plus attestierte, wurden die Kassiererin und der Vorstand für das zurückliegende Jahr entlastet.

Bei der Wahl der drei Kreisdelegierten wurden Jan Kritzer, Monika Molitor-Petersen und Miriam Walkowiak gewählt, Stellvertreter sind Mathias Burger und Hanspeter Rausch.
Am Ende der Versammlung nutze der Ortsverein ausgiebig die Gelegenheit, sich von Stefan Rebmann über seine Arbeitsschwerpunkte in Berlin informieren zu lassen und mit ihm zu diskutieren.

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