SPD Neulußheim: Bei Mitgliederversammlung Bilanz gezogen und Teilnehmer auf zukünftige Herausforderungen eingestimmt
NEULUSSHEIM. „Wir die SPD sollten endlich hier Zeichen setzen für einen Wandel im Ort“ mit diesem Aufruf begann der Vorsitzende Jörg Wildenstein seine engagierte Begrüßungsrede und resümierte vor den zahlreich anwesenden Sozialdemokraten sogleich unter großer Zustimmung die vorangegangene Bürgermeisterwahl: „Deutlich hat sich gezeigt, dass der Weg, einen neutralen Kandidaten zu unterstützen, von der Bevölkerung honoriert wurde.“ Die Mitglieder hatten sich in der Hardthallengaststätte versammelt, um zwei weitere Beisitzer in den Vorstand zu wählen und die Neulußheimer Delegierten zur Nominierung des Wahlkreiskandidaten für die im nächsten Jahr stattfindende Bundestagswahl zu bestimmen.
Doch zunächst stand ein besonders erfreulicher Punkt auf der Tagesordnung, vier neue Mitglieder stellten sich vor und machten den Anwesenden klar, dass die Sozialdemokratie - entgegen einiger enttäuschender
Umfragewerte und großer Medienbegeisterung für scheinbare Unglücksgriffe des Parteivorsitzenden - offenbar weder an Bedeutung noch an Anziehungskraft verloren hat. Stolz erklärten Stefan Grafe, Gabriele Knapp sowie Sabine und Michael Zahs, weshalb sie sich dazu entschlossen haben, Mitglied in der SPD zu werden und sich im Ortverein zu engagieren. Es sollte nicht der letzte Anlass des Abends sein, an dem die Genossinnen und Genossen herzlich Applaus spendeten.
Zwei der frisch beigetretenen Sozialdemokraten wurden dabei auch prompt beim Wort genommen und einstimmig als Beisitzer in den Vorstand nachbestimmt. Gabriele Knapp wird sich für die Organisation der zahlreichen Veranstaltungen einbringen und Stefan Grafe wird das Team bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Der Vorsitzende Jörg Wildenstein gratulierte den beiden und nutzte die Gelegenheit, um sich gleichsam bei Walter Engelhardt zu bedanken, der die Veranstaltungen über Jahre mit viel Engagement und Mannschaftsgeist organisiert hatte, stets tatkräftig unterstützt von seiner Frau Dagmar.
Bei der darauffolgenden Delegiertenwahl zur Nominierung des Bundestagskandidaten im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen erhielt Jan Kritzer die größte Unterstützung der Mitglieder. Es folgten in Reihenfolge der Stimmenergebnisse: Monika Molitor-Petersen, Gabriele Knapp, Klaus Geiß und Stefan Grafe. Die Delegation hofft mit einem ähnlich souveränen Ergebnis wie im Jahr 2005 den stellvertretenden DGB-Landesvorsitzenden Stefan Rebmann aus Schwetzingen zum Kandidaten für den Spargelwahlkreis berufen zu können. Über dessen gutes Abschneiden ist man sich gewiss, schließlich weiß Rebmann um die Sorgen vieler Familien kleiner und mittlerer Einkommen, um die Wichtigkeit von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie um die Notwendigkeit ausreichender Betreuungs- und Bildungsangebote.
Zum Ende der Versammlung stand aber erneut Neulußheim im Mittelpunkt der Aussprache, hatte man doch angesichts des großartigen Wahlergebnisses von Gunther Hoffmann durchaus Anlass zu einem erfreulichen Rückblick auf eine erfolgreiche Unterstützung des unabhängigen Kandidaten durch die örtlichen Sozialdemokraten und wünscht ihm eine glückliche Hand bei der zukünftigen Verrichtung seiner wichtigen und herausfordernden Aufgabe. Für die anstehende Kommunalwahl im nächsten Jahr setzt man auf ein klares inhaltliches Profil sowie einen Generationenwechsel und ist sich dabei der Unterstützung der Neulußheimer Bürgerinnen und Bürger sicher. Auch bei den Kreistagskandidaten setzt man auf einen Neuanfang, hier haben unter dem Applaus der Mitgliedschaft bereits Monika-Molitor Petersen und Jan Kritzer ihre Bereitschaft zur Kandidatur bekundet.
Jan Kritzer