
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbanden am vergangenen Wochenende die Gemeinderatsfraktion und die Vorstandsmitglieder der SPD Neulußheim, als sie sich in der landschaftlich schön gelegenen Jugendherberge Altleiningen zur Klausur zusammenfanden – einer Herberge, die durchaus dem Standard eines Seminarzentrums genügt, was Ausstattung und Wohlfühlen anbelangt.
Fraktionsvorsitzender Hanspeter Rausch, Ortsvereinsvorsitzender Jan Kritzer und Schriftführer Christian Roth hatten die Klausur vorbereitet und die zwölf Teilnehmer waren hoch motiviert, das Wochenende mit Gesprächen über die politische Richtung, der Zusammenarbeit zwischen Gemeinderatsfraktion und SPD Vorstand und mit den Bürgerinnen und Bürgern Neulußheims inhaltlich auszufüllen.
Zu Beginn den Kopf frei für Alles bekamen die Teilnehmer, als sie vor der Klausur zu einer Wanderung in die Natur aufbrachen, unterwegs ein Handvesper einnahmen und beim anschließenden gemütlichen Abendessen schon die ersten Themen und Ideen anrissen.
Was zeichnet unseren Ortsverein aus, was kann noch verbessert werden, wie ist das Zusammenwirken zwischen Fraktion und Vorstand, wie das Wirken für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde? All diese Themen wurden in einer Positiv- und Negativliste zusammengetragen und dann anschließend in der Klausur besprochen und ausgearbeitet.
Hauptthemen, wie die engagierten Senioren oder die stete Präsenz durch Maifest, Sommerfest, den politischen Veranstaltungen mit verschiedenen Referenten – schnell wurde klar, dass der Ortsverein ein äußerst lebendiger und vielfältiger ist, dessen Mitglieder sich engagiert einbringen.
Was macht aber die Fraktion aus? Hier kristallisierte sich schnell heraus, dass die amtierenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sich individuell in ihr Amt einbringen, ihre Ideen und Positionen keinem Fraktionszwang unterliegen und auf die freie Meinungsäußerung Rücksicht genommen wird.
Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich durch die SPD-Gemeinderatsmitglieder gut vertreten fühlen, obwohl es nicht immer einfach war und sein wird, den Bürgerwunsch im Gemeinderat vertreten zu können. Grundwerte wie Gerechtigkeit und Solidarität und freie Meinungsäußerung sind Leitlinien der SPD und lassen sich manchmal nur sehr schwerlich einbringen.
Erstaunt waren die Vorstandsmitglieder, wie viel Vorlagen-Papier vor den einzelnen Ausschuss-Sitzungen und Gemeinderatssitzungen durchgearbeitet werden muss, wie viel Zeit sich die Gemeinderätinnen und –räte nehmen, um sich kundig zu machen und ihre Positionen festzulegen. Durchaus gelingt es auch mit den anderen Fraktionen auf einen guten Nenner in der Sache zu kommen, wovon Neulußheim dann eindeutig profitiert.
Bemängelt wurde aber von den Teilnehmern, dass unnötig viele Themen oftmals nicht öffentlich – also ohne Bürgerbeteiligung – befasst werden und sich somit das ungute Gefühl aufdrängt, dass der Bürger schlicht nicht erwünscht ist.
Einig war man sich am Ende der Klausur, dass sich der Bürger, dort wo es um ihn geht, besser wahrgenommen und vertreten fühlen soll. Er soll teilhaben dürfen an der Entwicklung unseres attraktiven Ortes, Ideen und Positionen verfechten können - hierfür kann von Gemeindeverwaltung und Bürgermeister durchaus mehr Transparenz erwartet werden.

