Auch wenn der rote Briefkasten in der Altlußheimer Straße der Neulußheimer Bevölkerung Gelegenheit gibt, ihre Anliegen schriftlich an SPD Vorstand und Fraktion zu geben, so ist den Sozialdemokraten ein persönliches Gespräch ebenfalls wichtig.
„Was isch Ihne schunn imma mol sachä gwollt hab“ - unter diesem Motto luden Vorstand und Fraktion im Rahmen ihrer Vor-Ort-Sitzungen vor ein paar Tagen ein, im Hof von Gemeinderat Hanspeter Rausch bei einem erfrischenden Glas Aperol Sprizz oder einem Gläschen Sekt über Anliegen zu sprechen, die man immer schon einmal hat sagen wollen.
Der frühsommerliche Abend lud geradezu ein, in entspannter Atmosphäre über das Ortsgeschehen zu plaudern. Die anwesenden Gemeinderäte und Vorstandsmitglieder verstanden es, den Bürgern die derzeitige Arbeit im Gemeinderat mit den vielen begonnenen Projekten verständlich zu machen. Ist es doch Ziel, die Gemeinde Neulußheim weiterzuentwickeln und die notwendigen Maßnahmen, wie z.B. Gebäudesanierungen, Straßen- und Kanalerneuerung, die Ausweitung von Wohngebieten usw. mit den vorhandenen Haushaltsmitteln auf den Weg zu bringen. Wie bei persönlichen Haushaltsmitteln ist es auch in Neulußheim nicht möglich, alle Wünsche gleichzeitig zu erfüllen, wobei sich die Besucher auch kritisch über den dürftigen Informationsfluss seitens der Gemeinde äußerten und auf die immer wieder versprochene Bürgerversammlung hinwiesen.
Probleme einer Gehbehinderten mit der Parksituation in der St. Leoner Straße, die Sorge um sichere Schulwege, die in die Jahre gekommenen Sporteinrichtungen und der Wunsch zu einer funktionalen Sportstätte, aber auch die erwarteten Flüchtlinge in Neulußheim sind Beispiele der vielen Themen, die an diesem Abend aufkamen.
Auch Positives über die geleistete Arbeit der Sozialdemokraten u.a. zur Verkehrsberuhigung an der Zeppelinstraße – ein Gemeinderat der SPD hatte den Anstoß dazu gegeben, als das Eckhaus veräußert wurde – angemerkt. Denn nichts ist frustrierender, als wenn nur Negatives geäußert wird und man das Erreichte nicht würdigt, so eine Besucherin.
Nach wie vor wollen SPD Vorstand und Fraktion den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürger fortsetzen und es als Ansporn und Verpflichtung sehen, Kontakt aufzunehmen durch Vor-Ort-Sitzungen, an der alle Bürger teilnehmen können oder auch mit dem Roten Briefkasten, der auf Anregungen, Wünsche aber auch auf Lob wartet, so Ortsvereinsvorsitzender Günter Schöner.
R.Hw.